Gedankenfrüchte
Gedankenfrüchte

Erinnerungen

 

 

Das kleine Mädchen

schenkte dem bärtigen Mann

aus dem fernen Land

eine kleine Kostbarkeit aus ihrem Schatzkästchen.

Sie sprachen nicht dieselbe Sprache

doch ihr Lächeln, ihre Geste,

ihre Freude, ihm diesen Stein, der aussah wie ein Stiefel,

schenken zu dürfen,

machte dieses Geschenk zu etwas unvergessenem.

Aus seiner Glasvitrine heraus

erzählt der Stein jeden Tag seine Geschichte

und hält die Erinnerung an das Mädchen

stets lebendig .

 

Der bunte, zerfledderte Schal

behaftet mit Kindheitserinnerungen

an die Heilung der Halsschmerzen,

wird heute noch

beinah heimlich getragen.

Denn der Zauber,

der den Schal umgibt,

ist so groß,

dass er bis heute wirkt.

 

Ein kleiner kitschiger Vogel,

jeden Tag in der Handtasche dabei,

erinnert an ein Versprechen,

lieber einen Vogel in der Tasche,

als im Kopf zu haben.

 

Die Versteinerung auf dem Holzregal

erinnert den Besitzer daran,

dass seine Zeit vergänglich ist.

Damals war er jung,

forsch,

übertrat sogar kleine Gesetze,

doch der versteinerte Stein

ist viel älter,

wird ihn aber dennoch überdauern.

 

Dinge, die mit unseren Erinnerungen behaftet sind,

machen sie wertvoll,

denn sie erfüllen unser Leben

und das macht uns zum Menschen.

 

Dieses Gedicht entstand im Autorenkreis. Jeder brachte etwas mit, das mit Erinnerungen behaftet war und erzählte die Geschichte dazu. Daraus entstand dieser Text.

 

 

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© Beate Treutner